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Ulrich Jungeilgesgestorben am 28. März 2025

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Hey Daddy,
Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe, dieses Jahr ohne dich zu überstehen, aber irgendwie ist es passiert. Jetzt lieg ich hier, wach, an dich denkend und frage mich, wie es dir wohl geht. Bist du noch da? Gibt es etwas, nach dem Tod?
Siehst und hörst du mich noch?

Ich denke an das Jahr zurück.
Ich weiß, dass ich heute, genau jetzt vor einem Jahr bei dir in der Notaufnahme saß, deine Hand gehalten habe und du so verdammt starke Schmerzen hattest, ich kann mich erinnern, als wäre es gerade gestern gewesen. Wie wir warteten, dass es endlich besser wird und du endlich auf die Station kommst, statt in dieser offenen Notaufnahme zu liegen, in der Hoffnung, dass dir dort besser geholfen wird… Das war genau jetzt vor einem Jahr… auch zu genau dieser Uhrzeit.

Es tut so weh, dass du nicht mehr da bist, Daddy. Ich verstehe immer noch nicht, wieso du. Ich brauche dich doch hier. Wir brauchen dich doch.

Du hast nicht verdient so zu leiden, ich fühle auch heute noch die Angst, die ich um dich hatte… Die Erleichterung, als das Medikament immerhin etwas Erleichterung der Schmerzen brachte und die Sorge liegt mir jetzt noch in den Knochen…

Es tut so weh. Niemand bereitet dich auf die Schmerzen von so einem Abschied vor. Niemand hätte damit gerechnet, dass du nie wieder nach Hause kommen wirst.
Ich kann es heute noch nicht fassen. Ich will es auch garnicht. Immer wieder gibt es klare Momente, die, in denen einem bewusst ist, dass du nie wieder kommen wirst und es gibt auch solche, wo man denkt, du kommst jetzt gleich in die Tür und alles ist gut.
Ich kann garnicht in Worte ausdrücken, wie sehr du mir fehlst. Ich hab einfach so ein großes Glück, dich als Papa zu haben.
Wenigstens das kann mir niemand mehr nehmen. Aber manchmal wünschte ich, mir könnten die Schmerzen genommen werden, die geblieben sind, seit du nicht mehr da bist, Daddy. Jeder sagt, es wird leichter, aber das wird es nicht. Man lernt, dass dieser Schmerz da ist, dass er nicht mehr geht, manchmal kann man ihn aushalten und versucht weiterzumachen und manchmal zwingt er einen in die Knie. Was ich definitiv sagen kann, die Sehnsucht zu dir wächst jeden Tag. Jede Erinnerung, so schön sie auch ist, hat immer diesen bitteren Beigeschmack, der schmerzt.
Das wirklich schlimme ist, dass jeder letzte Moment mit dir so weh tat. Deine Leiden, die Tage der Angst und immer weiter zuzusehen, wie das Leben aus dir verschwindet. Und diese Frage die immer wieder quälend aufschreit.., Warum?! Und warum Du?
Ich liebe dich unendlich, Daddy. Es tut so weh 💔